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Altstadt von Annweiler am Trifels

Wassergasse
Stadtkirche
Gerbergasse
Keysereck

Die Altstadt

Die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern lädt zu einem Bummel entlang der alten Mühlräder an dem Flüsschen Queich und durch das Gerberviertel ein. Am östlichen Eingang in die Altstadt, direkt am Schipka-Pass gelegen, befindet sich das sehenswerte „Museum unterm Trifels“. Der Name Schipka-Pass für den Durchgang zwischen den Häusern ist historisch nicht nachvollziehbar. Die Legende besagt, dass ein alter Mann einst an dieser Stelle Geschichten aus dem russisch-türkischen Krieg erzählte. Der Schipka-Pass ist ein Pass im Balkan-Gebirge, der in diesem Krieg heftig umkämpft war. Eine andere Geschichte erzählt, dass hier der schmalste Einlass in die Stadt war und die Ladung der Fuhrwerke hier auf Schubkarren umgeladen werden musste, um hineinzugelangen.

1116/1118 wurde Annweiler erstmals urkundlich erwähnt. 1219 erhob der Stauferkaiser Friedrich II. das Dorf zur freien Reichsstadt. Damit ist Annweiler am Trifels die zweitälteste Stadt der Pfalz nach Speyer. Bedeutung erlangte die Stadt besonders unter den Stauferkaisern.

1944 wurde die kleine Landstadt bei Bombenangriffen schwer zerstört, hat sich aber nach behutsamem Wiederaufbau viel von seinem mittelalterlichen Charme bewahrt. Der Rathausplatz, nach der Zerstörung von 1944 neu entstanden, ist gesäumt von Häusern mit Arkadenfront. Ein Brunnen vermittelt einen geschäftigen Eindruck: da wird Wasser geschöpft, ein Lohgerber tritt in die Eichenlohe, man sieht einen Stadtwächter und einen Leinenweber. Die Figuren stammen von dem Künstler Karlheinz Zwick.

Erbaut 1950/1951 ist das Alte Rathaus erstaunlich jung. Umso älter ist sein Bewacher, Kaiser Friedrich II. (Enkel von Kaiser Friedrich I. Barbarossa), der in Sandstein gehauen an der linken Ecke des Gebäudes thront (geschaffen von O. Rumpf). Im Rathaus befindet sich ein Fresko von 1952/1953 des Malers Adolf Kessler: es zeigt links die Verleihung der Stadtrechte an Annweiler durch Friedrich II. und rechts den Einzug des Kaiser Heinrichs VI. in Palermo. Die protestantische Stadtkirche wurde vor 1153 erbaut, 1944 zuletzt zerstört und stammt in ihrer heutigen Bauweise von 1952. Besonders sehenswert sind der aus dem Jahre 1318 erhaltene Turm und die Glasmalerei im Innern. 

 
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