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Rehberg

Rehbergturm
Dominik Ketz, Pfalz-Touristik
Rast mit Ausblick am Rehberg
Dominik Ketz, Pfalz-Touristik
Rehbergquelle im Herbst
Harald Kröher, Wanderarena

Der Rehberg ist der zweithöchste Berg des Wasgaus. Er ist Teil des Biosphärenreservates Pfälzerwald und unterliegt besonderen Schutzbestimmungen. Bezogen auf den deutschen Anteil des Wasgaus ist der Rehberg die höchste Erhebung. Er befindet sich zwei Kilometer südlich von Annweiler am Trifels.

Ein Aussichtsturm auf der Kuppe des Berges, der sogenannte Rehbergturm, bietet einen Panoramablick über die nähere Umgebung. Der Rehberg erhebt sich als kegelförmiger Einzelberg im nordöstlichen Wasgau unmittelbar südwestlich über dem Annweilerer Ortsteil Bindersbach. Im Süden wird der Berg begrenzt durch das Tal des Kaiserbachs mit der Gemeinde Waldrohrbach. Die Grundfläche ist oval und hat einen Durchmesser von einem bis zwei Kilometern. Seine direkte Umgebung überragt der Rehberg um fast 400 Meter. Südöstlich seines Hauptgipfels schließen sich mit dem Kleinen und dem Großen Hahnstein zwei weitere auffällige Kegelberge an; die Namen dieser beiden Berge beziehen sich nicht auf ihre Höhe, sondern auf die Größe der gleichnamigen Felsformationen auf ihren Gipfeln. Im Nordwesten befinden sich der Asselstein und der Ebersberg mit dem Wasgaublick. Die Oberflächengestalt des Rehbergs wird durch einen Bergrücken mit Felsnase und Steilhängen geprägt, der von den Trifelsschichten gebildet wird und dem eine aus den Rehbergschichten bestehende Gipfelkuppe aufgesetzt ist. Etymologisch gesehen hat der Name Rehberg nichts mit dem Waldtier Reh zu tun, sondern wird auf das althochdeutsche bzw. altfränkische Recho oder auch Rechan zurückgeführt, aus dem sich dann im Mittelhochdeutschen die Bezeichnung Reche(t) für Angehäuftes oder Zusammengescharrtes entwickelte. Dieser Begriff hat sich im rheinfränkischen Sprachraum, zu dem auch das pfälzische Dialektgebiet gehört, als Rech erhalten und bedeutet steiler Hang bzw. Abhang. Die Bezeichnung Rehberg ist damit eine volksetymologische Uminterpretation des ursprünglichen Begriffs Rech(e)-Berg und kann deshalb sinngemäß als Berg mit steilen Abhängen verstanden werden. Der 14 Meter hohe achteckige Aussichtsturm ist aus behauenen Sandsteinen errichtet. Er besteht aus einem Sockel von zwei Meter Höhe und dem eigentlichen Turmaufbau, der ohne Berücksichtigung der Brüstung eine Höhe von zwölf Metern erreicht. Zu seiner spitzbogigen Türöffnung führt außen eine neunstufige Freitreppe, zu seiner Aussichtsplattform mit zinnengekrönter Außenmauer innen eine Wendeltreppe mit 49 Stufen. Der Sockel bildet ein Oktogon mit Seitenlängen von jeweils 1,5 Metern, sein Umfang beträgt 8x1,50 = 12 Meter. Der Turm wurde nach fünfmonatiger Bauzeit am 17. September 1862 eingeweiht. Indem der Rehberg deutlich über seine nähere Umgebung herausragt, ermöglicht er von seinem Gipfel aus einen ungehinderten Panoramablick. Höhere Berge, von denen einige 600 m ü. NHN übertreffen, gibt es erst im mittleren Pfälzerwald, nämlich – jeweils mindestens acht bis zehn Kilometer entfernt – im Nordosten am Haardtrand sowie im Nordwesten auf der Frankenweide.

 

 

 
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